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2012-05-20

Am 1. April 2009 war das 75-jährige Jubiläum der Heiligsprechung von Don Bosco. Don Giovanni Bosco wurde am 16. August 1815 im Weiler Becchi bei Turin als Sohn armer Bauern geboren. Sein Vater starb als Giovanni zwei Jahre alt war. Seine Mutter zog drei Kinder alleine auf, sie hatte starken Einfluss auf Giovanni und unterstützte ihn später in seinen Einrichtungen. Erst im Alter von 9 Jahren konnte er eine Schule besuchen, arbeitete nebenher als Knecht auf einem Bauernhof und während seiner Gymnasialzeit war er als Kellner tätig, um seine Miete bezahlen zu können. Bei einem Schreiner lernte er nebenbei die Grundzüge des Tischlerhandwerks, in einem Gasthof kochen, was für seine spätere erzieherische Tätigkeit von großer Bedeutung war. Mit 20 Jahren trat er in das Priesterseminar in Chieri ein. In Chieri sammelte er Jugendliche um sich, gründete einen "Klub der Fröhlichen". Man betete gemeinsam, las religiöse Lektüre, diskutierte, unternahm Wallfahrten und engagierte sich sozial. Nach seiner Priesterweihe 1841 besuchte er arme Familien in ihren Elendswohnungen, ging in Gefängnisse, Krankenhäuser und erkannte bald, dass für die Jugendlichen präventiv etwas getan werden müsse.

1844 geistlicher Leiter des Kinderheimes St. Philomenia (400 kranke und körperbehinderte Mädchen). Don Bosco holte ab 1846 die ersten Jugendlichen in Turin von den Brunnen der Stadt, die als Versammlungsplatz dienten und bot ihnen Gelegenheit zu Spiel, Sport, religiöser Unterweisung und Unterkunft. Der Lärm der jungen Leute führte bald zur Kündigung der Räumlichkeiten, mehrfach musste er umziehen und die Polizei versuchte jegliche Ansammlung auf Plätzen zu verbieten. Die Widerstände gegen seine Arbeit kamen von vielen Seiten, doch Don Bosco kämpfte für seine Idee weiter. Er richtete für die jungen Menschen weitere Freizeitzentren (Oratorien) ein, bot Abend_ und Sonntagsschulen an, baute Handwerkerschulen und Werkstätten (Schusterei, Schneiderei, Buchbinderei, Druckerei) auf und richtete Heime und Internate für wohnungslose junge Menschen ein. Um die Betreuung der Jugendlichen langfristig zu sichern, gründete er 1859 die Ordensgemeinschaft der Salesianer (Gesellschaft des hl. Franz von Sales), einen Orden für katholische Priester, die sich der Erziehung, Bildung und beruflichen Ausbildung junger Menschen widmen.

Don Giovanni Bosco gilt als einer der bedeutendsten Vertreter einer christlichen Pädagogik. Seine Erziehungsideen und seine Erziehungspraxis waren in seiner Zeit richtungsweisend. Zu seinen Lebzeiten gründete er 62 Niederlassungen, heute tragen etwa 1100 Einrichtungen seinen Namen. Am 31. Januar 1888 starb Don Bosco.